OpenSolaris – Namenlos – Wenn Solaris keine Domainnamen auflöst
Das Symptom: Nachder Umstellung von DHCP auf eine statische IP-Adresse wollte OpenSolaris keine Domain-Namen mehr auflösen.
Nun gut, der erste Blick in die Datei /etc/reslv.conf zeigt gültige DNS-Einträge, die auf anderen Rechnern des Netzwerkes zu einer fehlerfreien Funktion führen. Um der Sache etwas mehr auf den Grund zu gehen versuche ich die Nameserver anzupingen: mit Erfolg.
Gut die Netzwerkverbindung ist es also auch nicht. Also komme ich auf die geistreiche Idee mit nslookup railshoster.de zu prüfen, ob der Resolver Domainnamen auflöst. Zu meinem Erstaunen: ja, er löst auf!
Wenn es das Netzwerk nicht ist und der Resolver es nicht ist, dann muss es wohl einen geheimen Solaris-Kniff geben…
… und tatsächlich:
OpenSolaris hat, im Zusammenhang der Namensauflösung, eine weitere Konfigurationsdatei
/etc/nsswitch.conf
Diese Datei bestimmt und konfiguriert die Quellen, die bei der Suche nach Informationen über Hosts, IP-Nodes, Benutzer und Gruppen herangezogen werden.
Hostnamen beispielsweise können aus /etc/hosts, NIS, NIS+, LDAP oder einem DNS stammen.
Das Problem offenbart sich in den Zeilen:
hosts: files
ipnodes: files
Das System verwendet beim Versuch Domainnamen aufzulösen die konfigurierten DNS-Server nicht, da die Anweisung lautet nur die lokale Host-Datei heranzuziehen.
Abhilfe schafft die folgende Änderung in /etc/nsswitch.conf:
hosts: files dns
ipnodes: files dns
Nach der Änderung kann sofort wieder aufgelöst werden:
root@opensolaris2:~# ping railshoster.de
railshoster.de is alive